Vogelalbum 1.0.0
Eine Kamera am Vogelhaus, ein Rechner der erkennt wer da war — und eine Sammlung, die sich von allein fuellt. Zwei neuronale Netze: eines findet den Vogel im Bild, eines bestimmt die Art. 148 heimische Arten, auf Deutschland eingeschraenkt und neu normiert — ohne diese Einschraenkung wird aus einer Kohlmeise eine nordamerikanische Schwesterart. Daraus entsteht ein Sammelalbum: nummerierte Seiten, gefundene Arten in Farbe, fehlende als Schatten, dazu Erstfang, Punkte, Stufen und 15 Abzeichen. Laeuft vollstaendig auf eigener Hardware. Kein Cloud-Dienst, kein Konto, keine Telemetrie; die Bilder verlassen das eigene Netz nicht. Zwei getrennt deploybare Teile: die Sammlung als Django-Anwendung, die Erkennung als eigener Dienst. Der Erkennungs-Dienst fragt selbst an und braucht deshalb weder eine erreichbare Adresse noch einen offenen Port — er laeuft hinter einem gewoehnlichen Router. Dabei: Firmware fuer Raspberry Pi und ESP32-S3, Anbindung an Home Assistant ueber MQTT, Oberflaeche auf Deutsch und Englisch, Einstellungen je Kamera aus dem Browser, und ein Weg fuer Fotos von unterwegs. AGPL-3.0.
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commit
c11fe9ab04
189 files changed
+29806
No files matched your search
@@ -0,0 +1,931 @@
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"""Steckbriefe für die Artseiten.
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Bewusst getrennt von ``species_de.py``: dort steht, was die Erkennung braucht
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(wissenschaftlicher Name, Seltenheit, XP). Hier steht, was der Mensch davon
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hat. Der Detector importiert diese Datei nie.
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Aufbau wie ein Sammelkarten-Steckbrief: eine Kategorie („Der Höhlenbrüter“),
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ein Typ, harte Werte als Balken, zwei Absätze Fließtext und die Arten, mit
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denen man sie verwechselt. ``verwechslung`` ist dabei nicht Deko — es ist die
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Liste, die man beim Bestimmen tatsächlich durchgeht, und sie deckt sich mit
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den Verwechslungen, die auch das Modell macht.
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"""
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from __future__ import annotations
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from dataclasses import dataclass, field
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# Die „Typen“. Eine Handvoll Familien, jede mit eigener Farbe,
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# damit die Sammlung auf einen Blick Struktur bekommt.
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TYPES = {
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"meise": ("Meise", "#f2c744", "#3b2f00"),
|
||||
"fink": ("Fink", "#e0574f", "#3b0d0a"),
|
||||
"sperling": ("Sperling", "#b08347", "#2e1f0c"),
|
||||
"drossel": ("Drossel", "#7a5c3e", "#241a10"),
|
||||
"schnaepper": ("Schnäpper", "#ef8354", "#3b1a0a"),
|
||||
"grasmuecke": ("Grasmücke", "#8fae5d", "#1f2a10"),
|
||||
"specht": ("Specht", "#d64545", "#3b0e0e"),
|
||||
"rabenvogel": ("Rabenvogel", "#8b7fd4", "#1b1638"),
|
||||
"taube": ("Taube", "#a8a5b8", "#26242e"),
|
||||
"schwalbe": ("Schwalbe", "#5aa9e6", "#0c2338"),
|
||||
"greifvogel": ("Greifvogel", "#c9963f", "#33240a"),
|
||||
"eule": ("Eule", "#5c6bc0", "#141a3b"),
|
||||
"klettervogel": ("Klettervogel", "#4db6ac", "#0c2b28"),
|
||||
"buschvogel": ("Buschvogel", "#9c7b5c", "#291d13"),
|
||||
"stelze": ("Stelze", "#cfd8dc", "#22282a"),
|
||||
"ammer": ("Ammer", "#e5c04a", "#332a06"),
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||||
}
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ZUG = {
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"stand": "Standvogel",
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"teil": "Teilzieher",
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||||
"zug": "Zugvogel",
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}
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@dataclass(frozen=True)
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class Info:
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"""Steckbrief einer Art.
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``groesse``/``gewicht``/``spannweite`` sind Mittelwerte — Vögel schwanken
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saisonal erheblich, im Winter wiegt dieselbe Meise gut ein Zehntel mehr.
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"""
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||||
typ: str
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kategorie: str # „Der Höhlenbrüter“ — die Schlagzeile des Eintrags
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gewicht_g: float
|
||||
spannweite_cm: float
|
||||
zug: str
|
||||
nahrung: str
|
||||
lebensraum: str
|
||||
stimme: str
|
||||
text: str # zwei Absätze, durch \n\n getrennt
|
||||
verwechslung: list[str] = field(default_factory=list)
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||||
|
||||
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||||
# fmt: off
|
||||
INFO: dict[str, Info] = {
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||||
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||||
"kohlmeise": Info(
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||||
typ="meise", kategorie="Die Lauteste im Garten",
|
||||
gewicht_g=18, spannweite_cm=24, zug="stand",
|
||||
nahrung="Insekten und Raupen im Sommer, Samen und Fett im Winter",
|
||||
lebensraum="Gärten, Parks, Wälder — überall, wo es Höhlen zum Brüten gibt",
|
||||
stimme="Ein helles „zi-zi-bäh“, das klingt wie eine quietschende Fahrradpumpe",
|
||||
text=(
|
||||
"Die Kohlmeise ist der Vogel, den fast jeder zuerst am Futterhaus sieht. "
|
||||
"Sie ist die größte heimische Meise, sofort erkennbar am schwarzen Kopf mit "
|
||||
"den weißen Wangen und dem gelben Bauch. Der schwarze Streifen, der über "
|
||||
"diesen Bauch läuft, verrät das Geschlecht: breit und bis zwischen die Beine "
|
||||
"reichend beim Männchen, schmal und oft unterbrochen beim Weibchen."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Kohlmeisen haben ein erstaunlich großes Stimmrepertoire — über 40 "
|
||||
"verschiedene Laute sind beschrieben, weshalb Vogelkundler sagen: „Was du "
|
||||
"nicht kennst, ist wahrscheinlich eine Kohlmeise.“ Sie sind außerdem "
|
||||
"Problemlöser. In England lernten sie in den 1920ern, die Alufolie von "
|
||||
"Milchflaschen zu öffnen, und die Technik verbreitete sich über das ganze "
|
||||
"Land, indem ein Vogel sie vom anderen abschaute."
|
||||
),
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||||
verwechslung=["blaumeise", "tannenmeise"],
|
||||
),
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||||
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||||
"blaumeise": Info(
|
||||
typ="meise", kategorie="Der UV-Leuchter",
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||||
gewicht_g=11, spannweite_cm=19, zug="stand",
|
||||
nahrung="Blattläuse, Raupen, im Winter Samen und Nüsse",
|
||||
lebensraum="Laubwälder und Gärten mit alten Bäumen",
|
||||
stimme="Ein schnelles, klingelndes „tsi-tsi-tsirrr“",
|
||||
text=(
|
||||
"Kleiner und runder als die Kohlmeise, mit blauer Kappe, blauen Flügeln und "
|
||||
"einem schwarzen Strich durchs Auge, der wie eine Zorro-Maske wirkt. Der "
|
||||
"Bauch ist gelb, aber blasser als bei der Kohlmeise."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Was wir sehen, ist nur die halbe Wahrheit: Die Scheitelkappe reflektiert "
|
||||
"ultraviolettes Licht, und Blaumeisen können UV sehen. Für einen Artgenossen "
|
||||
"leuchtet dieser Fleck also deutlich greller, als er für uns aussieht — und "
|
||||
"je greller, desto attraktiver. Weibchen wählen ihre Partner tatsächlich "
|
||||
"nach einer Farbe aus, die für menschliche Augen unsichtbar ist."
|
||||
),
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||||
verwechslung=["kohlmeise", "tannenmeise"],
|
||||
),
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||||
|
||||
"tannenmeise": Info(
|
||||
typ="meise", kategorie="Der Vorratshalter",
|
||||
gewicht_g=9, spannweite_cm=18, zug="stand",
|
||||
nahrung="Fichtensamen, kleine Insekten",
|
||||
lebensraum="Nadelwälder, im Winter auch Gärten",
|
||||
stimme="Ein hohes, zweisilbiges „sitü-sitü“, schneller als die Kohlmeise",
|
||||
text=(
|
||||
"Die kleinste heimische Meise, nur neun Gramm schwer. Schwarzer Kopf wie die "
|
||||
"Kohlmeise, aber mit einem weißen Fleck im Nacken — das ist das sichere "
|
||||
"Kennzeichen. Der Bauch ist beige statt gelb."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Tannenmeisen legen Wintervorräte an und verstecken Samen einzeln in "
|
||||
"Rindenritzen. Sie merken sich hunderte Verstecke über Wochen hinweg. Der "
|
||||
"Teil des Gehirns, der dafür zuständig ist, wächst im Herbst messbar an und "
|
||||
"schrumpft im Frühjahr wieder."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["kohlmeise", "blaumeise"],
|
||||
),
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||||
|
||||
"schwanzmeise": Info(
|
||||
typ="meise", kategorie="Der Wattebausch am Stiel",
|
||||
gewicht_g=8, spannweite_cm=18, zug="stand",
|
||||
nahrung="Kleinstinsekten, Spinnen, Eier von Blattläusen",
|
||||
lebensraum="Gebüsch, Waldränder, Hecken",
|
||||
stimme="Ein feines „srrih-srrih“, meist aus einer ganzen Gruppe gleichzeitig",
|
||||
text=(
|
||||
"Ein Federball mit einem Schwanz, der länger ist als der ganze restliche "
|
||||
"Vogel. Schwanzmeisen kommen fast nie allein — wenn eine da ist, sind acht "
|
||||
"weitere im Anflug."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Ihr Nest ist eines der aufwendigsten Bauwerke der heimischen Vogelwelt: ein "
|
||||
"geschlossener Beutel aus Moos, Flechten und bis zu 2.000 Federn, "
|
||||
"zusammengehalten von Spinnenseide. Die dehnt sich mit, wenn die Jungen "
|
||||
"wachsen. Im Winter schlafen sie dicht aneinandergedrängt in einer Reihe auf "
|
||||
"einem Ast — anders überstehen acht Gramm eine Frostnacht nicht."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["blaumeise"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"haussperling": Info(
|
||||
typ="sperling", kategorie="Der Mitbewohner",
|
||||
gewicht_g=30, spannweite_cm=24, zug="stand",
|
||||
nahrung="Samen, Brotkrumen, im Sommer Insekten für die Jungen",
|
||||
lebensraum="Dörfer und Städte — praktisch immer in Menschennähe",
|
||||
stimme="Das bekannte „tschilp“, meist im Chor aus einer Hecke",
|
||||
text=(
|
||||
"Der Spatz. Männchen tragen eine graue Kappe und einen schwarzen Latz, "
|
||||
"Weibchen sind schlicht braun mit einem hellen Streifen hinterm Auge. Er "
|
||||
"lebt seit über 10.000 Jahren beim Menschen und kommt fast nirgends vor, wo "
|
||||
"keine Menschen sind."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Trotz seiner Häufigkeit ist er in Deutschland auf der Vorwarnliste: "
|
||||
"Sanierte Fassaden lassen keine Nischen mehr zum Brüten, und versiegelte "
|
||||
"Flächen bieten keine Insekten für die Jungen. In manchen Großstädten ist "
|
||||
"der Bestand seit 1990 um mehr als die Hälfte eingebrochen."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["feldsperling", "heckenbraunelle"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"feldsperling": Info(
|
||||
typ="sperling", kategorie="Der mit dem Ohrfleck",
|
||||
gewicht_g=24, spannweite_cm=21, zug="stand",
|
||||
nahrung="Sämereien, Getreide, Insekten in der Brutzeit",
|
||||
lebensraum="Feldränder, Obstgärten, Dorfränder",
|
||||
stimme="Wie der Haussperling, aber höher und schärfer",
|
||||
text=(
|
||||
"Auf den ersten Blick ein Spatz, auf den zweiten deutlich eleganter: braune "
|
||||
"statt graue Kappe, und ein sauberer schwarzer Fleck mitten auf der weißen "
|
||||
"Wange. Diesen Ohrfleck hat kein anderer heimischer Vogel."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Anders als beim Haussperling sehen Männchen und Weibchen gleich aus. Der "
|
||||
"Feldsperling ist scheuer und hält mehr Abstand zu Häusern — wer ihn am "
|
||||
"Futterhaus hat, hat meist Feld oder Streuobst in der Nähe."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["haussperling"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"amsel": Info(
|
||||
typ="drossel", kategorie="Der Frühaufsteher",
|
||||
gewicht_g=100, spannweite_cm=36, zug="teil",
|
||||
nahrung="Regenwürmer, Insekten, im Herbst Beeren und Fallobst",
|
||||
lebensraum="Gärten, Parks, Wälder — einer der anpassungsfähigsten Vögel",
|
||||
stimme="Ein volles, flötendes Lied von einer erhöhten Warte, oft schon vor Sonnenaufgang",
|
||||
text=(
|
||||
"Männchen sind tiefschwarz mit leuchtend gelbem Schnabel und gelbem Augenring, "
|
||||
"Weibchen unscheinbar dunkelbraun mit gesprenkelter Brust. Wer eine „braune "
|
||||
"Amsel“ sieht, sieht ein Weibchen — kein anderer Vogel."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Die Amsel war ursprünglich ein scheuer Waldvogel. Erst im 19. Jahrhundert "
|
||||
"zog sie in die Städte, und dort verhält sie sich messbar anders als ihre "
|
||||
"Verwandten im Wald: Sie singt höher, um den Verkehrslärm zu übertönen, "
|
||||
"beginnt früher am Morgen, weil Straßenlaternen den Tag vorziehen, und lässt "
|
||||
"Menschen auf zwei Meter herankommen."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["singdrossel", "star"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"singdrossel": Info(
|
||||
typ="drossel", kategorie="Der Schneckenknacker",
|
||||
gewicht_g=70, spannweite_cm=34, zug="zug",
|
||||
nahrung="Schnecken, Würmer, Beeren",
|
||||
lebensraum="Wälder mit dichtem Unterholz, große Gärten",
|
||||
stimme="Kurze Motive, jedes zwei- bis viermal wiederholt — daran erkennt man sie sicher",
|
||||
text=(
|
||||
"Braun oben, cremeweiß unten mit dunklen, pfeilförmigen Flecken. Kleiner und "
|
||||
"zierlicher als die Amsel, mit warmerem Braunton."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Singdrosseln benutzen Werkzeuge — genauer gesagt einen Amboss. Sie tragen "
|
||||
"Schneckenhäuser zu einem festen Stein und schlagen sie dort auf. Wer im "
|
||||
"Garten einen Stein mit Schneckenhausscherben drumherum findet, hat eine "
|
||||
"Drosselschmiede gefunden, und die wird oft über Jahre von denselben Vögeln "
|
||||
"benutzt."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["wacholderdrossel", "amsel"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"wacholderdrossel": Info(
|
||||
typ="drossel", kategorie="Der Wintergast",
|
||||
gewicht_g=100, spannweite_cm=42, zug="teil",
|
||||
nahrung="Beeren, Fallobst, Würmer",
|
||||
lebensraum="Offene Landschaft, im Winter in großen Schwärmen in Gärten",
|
||||
stimme="Ein raues „schack-schack-schack“, meist im Flug",
|
||||
text=(
|
||||
"Grauer Kopf, kastanienbrauner Rücken, gelbliche gefleckte Brust. Im Winter "
|
||||
"fallen sie in Trupps über Apfelbäume und Beerensträucher her — wer im "
|
||||
"Januar plötzlich zwanzig Drosseln im Garten hat, hat Wacholderdrosseln."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Sie verteidigen ihre Nester mit einer Methode, die man einmal gesehen haben "
|
||||
"muss: Der ganze Brutkoloniechor bombardiert Krähen und Greifvögel gezielt "
|
||||
"mit Kot. Das verklebt das Gefieder so gründlich, dass angegriffene Vögel "
|
||||
"flugunfähig werden können."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["singdrossel", "star"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"star": Info(
|
||||
typ="drossel", kategorie="Der Stimmenimitator",
|
||||
gewicht_g=80, spannweite_cm=40, zug="teil",
|
||||
nahrung="Insekten, Larven, im Herbst massenhaft Beeren",
|
||||
lebensraum="Offenes Land mit Bäumen, Siedlungen, Viehweiden",
|
||||
stimme="Ein wildes Gemisch aus Pfiffen, Knarren und nachgeahmten Geräuschen",
|
||||
text=(
|
||||
"Aus der Ferne schwarz, aus der Nähe metallisch grün und violett schillernd "
|
||||
"mit hellen Punkten. Im Winter ist er dicht gepunktet, im Frühjahr nutzen "
|
||||
"sich die hellen Federspitzen ab und er wird fast einfarbig glänzend."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Stare imitieren, was sie hören: andere Vogelarten, Handyklingeltöne, "
|
||||
"Autoalarmanlagen, Rasenmäher. Berühmt sind ihre Schwarmflüge, die "
|
||||
"Murmurationen — zehntausende Vögel, die sich wie eine einzige Wolke bewegen. "
|
||||
"Jeder einzelne Vogel orientiert sich dabei nur an seinen sieben nächsten "
|
||||
"Nachbarn; daraus entsteht die Form des ganzen Schwarms."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["amsel", "wacholderdrossel"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"rotkehlchen": Info(
|
||||
typ="schnaepper", kategorie="Der Revierverteidiger",
|
||||
gewicht_g=18, spannweite_cm=22, zug="teil",
|
||||
nahrung="Insekten, Würmer, Beeren — folgt gern dem Spaten",
|
||||
lebensraum="Unterholz, Hecken, Gärten mit Deckung",
|
||||
stimme="Ein perlendes, melancholisches Lied, auch im Winter und in der Dämmerung",
|
||||
text=(
|
||||
"Die orangerote Brust reicht bis ins Gesicht, der Rest ist olivbraun. "
|
||||
"Männchen und Weibchen sind nicht unterscheidbar. Junge Rotkehlchen haben "
|
||||
"noch gar kein Rot — das schützt sie davor, von den eigenen Eltern als "
|
||||
"Rivale angegriffen zu werden."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Denn Rotkehlchen sind trotz ihres freundlichen Rufs kompromisslos: Sie "
|
||||
"verteidigen ihr Revier das ganze Jahr über, auch gegen das eigene "
|
||||
"Spiegelbild. In Versuchen greifen sie sogar ein bloßes Büschel roter Federn "
|
||||
"an. Bis zu zehn Prozent der erwachsenen Rotkehlchen sterben in Kämpfen mit "
|
||||
"Artgenossen."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["hausrotschwanz", "gartenrotschwanz"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"hausrotschwanz": Info(
|
||||
typ="schnaepper", kategorie="Der Dachrinnenbewohner",
|
||||
gewicht_g=17, spannweite_cm=25, zug="zug",
|
||||
nahrung="Insekten, im Herbst auch Beeren",
|
||||
lebensraum="Gebäude, Steinbrüche, Industriegelände — ursprünglich Felsen",
|
||||
stimme="Ein kratziges Lied, das klingt, als würde jemand Kies schütteln",
|
||||
text=(
|
||||
"Dunkelgrau bis fast schwarz, mit rostrotem Schwanz, den er unablässig zittern "
|
||||
"lässt. Dieses Zittern ist das sicherste Erkennungszeichen auf Entfernung. "
|
||||
"Weibchen sind einfarbig graubraun, aber mit demselben roten Schwanz."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Ursprünglich brütete er in Felswänden im Gebirge. Häuser, Scheunen und "
|
||||
"Fabrikhallen sind für ihn Felsen mit besserer Statik — heute lebt der "
|
||||
"Großteil der Population in Siedlungen. Er ist einer der ersten, die morgens "
|
||||
"singen, oft noch vor der Amsel."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["gartenrotschwanz", "rotkehlchen"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"gartenrotschwanz": Info(
|
||||
typ="schnaepper", kategorie="Der Weitstreckenflieger",
|
||||
gewicht_g=15, spannweite_cm=23, zug="zug",
|
||||
nahrung="Insekten, die er im Flug oder vom Boden schnappt",
|
||||
lebensraum="Streuobstwiesen, lichte Wälder, alte Gärten",
|
||||
stimme="Ein kurzes, wehmütiges Lied mit einem charakteristischen Knick am Ende",
|
||||
text=(
|
||||
"Deutlich bunter als sein Verwandter: Das Männchen hat eine schwarze Kehle, "
|
||||
"eine weiße Stirn, einen grauen Rücken und eine leuchtend orange Brust. Ein "
|
||||
"Vogel, den man einmal gesehen haben muss."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Er überwintert in der Sahelzone südlich der Sahara — rund 5.000 Kilometer "
|
||||
"pro Richtung, für einen Vogel von 15 Gramm. Seine Bestände sind stark "
|
||||
"zurückgegangen, weil ihm zwei Dinge gleichzeitig fehlen: alte Obstbäume mit "
|
||||
"Höhlen hier, und Regen in der Sahelzone dort."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["hausrotschwanz", "trauerschnaepper"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"trauerschnaepper": Info(
|
||||
typ="schnaepper", kategorie="Der Nistkastengast",
|
||||
gewicht_g=13, spannweite_cm=23, zug="zug",
|
||||
nahrung="Fliegende Insekten, im Flug gefangen",
|
||||
lebensraum="Laubwälder, Parks, Gärten mit Nistkästen",
|
||||
stimme="Ein einfaches, etwas hölzernes „zick-zick-tru-tru“",
|
||||
text=(
|
||||
"Das Männchen ist im Frühjahr kontrastreich schwarzweiß, mit einem weißen "
|
||||
"Stirnfleck und weißem Flügelfeld. Weibchen und Herbstmännchen sind braun — "
|
||||
"dieselbe Art, völlig anderer Eindruck."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Er nimmt Nistkästen so bereitwillig an wie kaum eine andere Art und ist "
|
||||
"deshalb einer der bestuntersuchten Vögel Europas. Sein Problem heißt "
|
||||
"Klimawandel: Er richtet seinen Abflug aus Afrika nach der Tageslänge, aber "
|
||||
"die Raupen, von denen seine Jungen leben, schlüpfen wegen der Wärme immer "
|
||||
"früher. Er kommt inzwischen oft zu spät zum eigenen Buffet."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["grauschnaepper", "gartenrotschwanz"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"grauschnaepper": Info(
|
||||
typ="schnaepper", kategorie="Der Ansitzjäger",
|
||||
gewicht_g=15, spannweite_cm=25, zug="zug",
|
||||
nahrung="Fliegen, Mücken, Falter — ausschließlich im Flug erbeutet",
|
||||
lebensraum="Waldränder, Gärten, Friedhöfe",
|
||||
stimme="Ein unauffälliges, dünnes „tsri“ — leicht zu überhören",
|
||||
text=(
|
||||
"Unscheinbar graubraun mit fein gestrichelter Brust. Wer ihn übersieht, "
|
||||
"erkennt ihn trotzdem am Verhalten: Er sitzt aufrecht auf einer freien Warte, "
|
||||
"startet blitzschnell, schnappt eine Fliege und kehrt exakt auf denselben "
|
||||
"Ast zurück. Immer wieder."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Man hört beim Zuschnappen manchmal ein leises Klacken des Schnabels. Er "
|
||||
"gehört zu den letzten Rückkehrern im Frühjahr — vor Mitte Mai ist kaum einer "
|
||||
"da, weil vorher schlicht zu wenig fliegt."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["trauerschnaepper", "heckenbraunelle"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"buchfink": Info(
|
||||
typ="fink", kategorie="Der mit dem Dialekt",
|
||||
gewicht_g=22, spannweite_cm=27, zug="teil",
|
||||
nahrung="Samen, im Sommer Insekten für die Jungen",
|
||||
lebensraum="Wälder, Gärten, Parks — einer der häufigsten Vögel Europas",
|
||||
stimme="Eine absteigende Strophe mit einem Schnörkel am Ende, der „Finkenschlag“",
|
||||
text=(
|
||||
"Das Männchen hat eine blaugraue Kappe, eine rostrote Brust und zwei "
|
||||
"auffällige weiße Flügelbinden. Weibchen sind olivbraun, zeigen aber "
|
||||
"dieselben weißen Binden — daran erkennt man sie im Flug."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Buchfinken haben regionale Dialekte. Ein Fink aus Bayern singt messbar "
|
||||
"anders als einer aus Schleswig-Holstein, und die Grenzen dieser Dialekte "
|
||||
"lassen sich auf der Karte einzeichnen. Junge Finken lernen den Gesang von "
|
||||
"den Nachbarn; wer isoliert aufwächst, bringt nur ein Gestammel zustande."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["gruenfink", "haussperling"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"gruenfink": Info(
|
||||
typ="fink", kategorie="Der Kernknacker",
|
||||
gewicht_g=28, spannweite_cm=26, zug="stand",
|
||||
nahrung="Große, harte Samen — Sonnenblumenkerne sind sein Lieblingsfutter",
|
||||
lebensraum="Gärten, Parks, Friedhöfe",
|
||||
stimme="Ein langgezogenes, nasales „dschüüü“, das klingt wie ein Quietschen",
|
||||
text=(
|
||||
"Olivgrün mit gelben Flügel- und Schwanzkanten, die im Flug aufblitzen. "
|
||||
"Männchen sind kräftiger gelbgrün, Weibchen matter und grauer."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Sein massiger Kegelschnabel knackt Sonnenblumenkerne, an denen Meisen "
|
||||
"scheitern. Am Futterhaus ist er dominant und vertreibt Kleinere von der "
|
||||
"besten Stelle. Achtung bei Futterstellen: Grünfinken sind besonders anfällig "
|
||||
"für Trichomonaden, einen Erreger, der sich über verschmutztes Futter und "
|
||||
"Wasser verbreitet. Regelmäßig reinigen hilft."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["buchfink", "girlitz"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"stieglitz": Info(
|
||||
typ="fink", kategorie="Der Distelspezialist",
|
||||
gewicht_g=16, spannweite_cm=23, zug="teil",
|
||||
nahrung="Distel- und Kardensamen, Erlen- und Birkensamen",
|
||||
lebensraum="Offene Flächen mit Stauden, Streuobst, Gärten mit Wildecke",
|
||||
stimme="Ein klingelndes, fröhliches „stiglit“ — daher der Name",
|
||||
text=(
|
||||
"Der bunteste heimische Fink: leuchtend rotes Gesicht, schwarzweißer Kopf, "
|
||||
"breite goldgelbe Flügelbinde. Männchen und Weibchen sehen fast gleich aus."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Sein spitzer, langer Schnabel holt Samen aus Disteln und Karden, an die "
|
||||
"sonst niemand herankommt. Wer Stieglitze im Garten will, muss deshalb vor "
|
||||
"allem eines tun: verblühte Stauden über den Winter stehen lassen. Ein "
|
||||
"aufgeräumter Garten ist für ihn eine leere Speisekammer."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["girlitz", "erlenzeisig"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"erlenzeisig": Info(
|
||||
typ="fink", kategorie="Der Invasionsgast",
|
||||
gewicht_g=13, spannweite_cm=21, zug="teil",
|
||||
nahrung="Erlen- und Birkensamen, Fichtensamen",
|
||||
lebensraum="Nadel- und Mischwälder, im Winter an Erlen und am Futterhaus",
|
||||
stimme="Ein wetzendes „dsüü“ und ein plapperndes Geschwätz im Trupp",
|
||||
text=(
|
||||
"Klein, gelbgrün, fein gestrichelt, mit schwarzer Kappe beim Männchen. Sie "
|
||||
"hängen kopfüber an Erlenzapfen wie Meisen an einem Knödel."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"In manchen Wintern sind sie überall, in anderen fehlen sie fast völlig. Das "
|
||||
"hängt an der Samenernte der Fichten und Erlen im Norden: Fällt sie aus, "
|
||||
"ziehen ganze Populationen weiter nach Süden. Solche Jahre heißen "
|
||||
"Invasionsjahre, und man kann sie nicht vorhersagen."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["girlitz", "stieglitz"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"gimpel": Info(
|
||||
typ="fink", kategorie="Der Dompfaff",
|
||||
gewicht_g=25, spannweite_cm=25, zug="stand",
|
||||
nahrung="Knospen, Samen, Beeren — im Frühjahr gern Obstbaumknospen",
|
||||
lebensraum="Nadelwälder, Gärten mit Hecken, Friedhöfe",
|
||||
stimme="Ein weiches, trauriges „djü“ — leise und leicht zu überhören",
|
||||
text=(
|
||||
"Das Männchen hat die kräftigste Farbe im ganzen Winterhalbjahr: leuchtend "
|
||||
"rosarote Brust, schwarze Kappe, grauer Rücken, weißer Bürzel. Weibchen sind "
|
||||
"graubraun statt rot, sonst identisch gezeichnet."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Gimpel sind auffällig ruhig und wenig scheu — sie lassen sich lange "
|
||||
"beobachten und fliegen selten hastig davon. Paare bleiben oft ein Leben lang "
|
||||
"zusammen und halten auch im Winterschwarm engen Kontakt. Der alte Name "
|
||||
"Dompfaff kommt vom Aussehen: schwarze Kappe und roter Talar."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["buchfink"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"girlitz": Info(
|
||||
typ="fink", kategorie="Der Kleinste",
|
||||
gewicht_g=11, spannweite_cm=20, zug="zug",
|
||||
nahrung="Winzige Samen von Kräutern und Gräsern",
|
||||
lebensraum="Siedlungen mit Nadelbäumen, Weinberge, Friedhöfe",
|
||||
stimme="Ein hastiges, klirrendes Geschwirr wie ein aufgezogenes Uhrwerk",
|
||||
text=(
|
||||
"Der kleinste Fink Europas, gerade elf Gramm. Gelbgrün, kräftig gestrichelt, "
|
||||
"mit einem sehr kurzen, stumpfen Schnabel — das unterscheidet ihn vom "
|
||||
"Erlenzeisig."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Er stammt aus dem Mittelmeerraum und hat sich erst im 19. Jahrhundert nach "
|
||||
"Norden ausgebreitet. Sein Singflug ist sehenswert: Er flattert wie ein "
|
||||
"Falter mit langsamen, übertriebenen Flügelschlägen über sein Revier."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["erlenzeisig", "gruenfink"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"kleiber": Info(
|
||||
typ="klettervogel", kategorie="Der Kopfüberläufer",
|
||||
gewicht_g=23, spannweite_cm=26, zug="stand",
|
||||
nahrung="Insekten aus der Rinde, Nüsse und Samen im Winter",
|
||||
lebensraum="Alte Laubwälder, Parks, Gärten mit dicken Bäumen",
|
||||
stimme="Ein lautes, durchdringendes „twit-twit-twit“, erstaunlich weit hörbar",
|
||||
text=(
|
||||
"Blaugrauer Rücken, orangebeiger Bauch, schwarzer Augenstreif, kurzer Schwanz "
|
||||
"und ein kräftiger, spitzer Schnabel. Er wirkt wie ein kleiner Specht ohne "
|
||||
"Stützschwanz."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Er ist der einzige heimische Vogel, der Baumstämme kopfüber hinunterlaufen "
|
||||
"kann — Spechte und Baumläufer schaffen nur aufwärts. Seinen Namen hat er "
|
||||
"vom Kleben: Ist ihm das Einflugloch seiner Bruthöhle zu groß, mauert er es "
|
||||
"mit Lehm auf die passende Größe zu. Deshalb heißt er auch Spechtmeise, "
|
||||
"obwohl er weder Specht noch Meise ist."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["buntspecht"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"zaunkoenig": Info(
|
||||
typ="buschvogel", kategorie="Der Lauteste pro Gramm",
|
||||
gewicht_g=9, spannweite_cm=15, zug="stand",
|
||||
nahrung="Spinnen und kleine Insekten aus dem Bodengestrüpp",
|
||||
lebensraum="Dichtes Gebüsch, Reisighaufen, Bachufer, Gartenecken",
|
||||
stimme="Ein überraschend lautes, schmetterndes Trillern — bis zu 90 Dezibel",
|
||||
text=(
|
||||
"Winzig, rundlich, rostbraun, mit dem typisch steil aufgestellten Schwanz. "
|
||||
"Nur neun Gramm schwer und trotzdem einer der lautesten Vögel Europas — "
|
||||
"gemessen an der Körpergröße ist er der lauteste überhaupt."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Das Männchen baut mehrere Nester und führt das Weibchen herum, damit es "
|
||||
"eines aussuchen kann; die übrigen dienen im Winter als Schlafplatz. Bei "
|
||||
"Frost drängen sich manchmal über ein Dutzend Zaunkönige in einen einzigen "
|
||||
"solchen Ball. Er lebt im Bodendickicht — wer den Garten komplett aufräumt, "
|
||||
"verliert ihn."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["heckenbraunelle"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"heckenbraunelle": Info(
|
||||
typ="buschvogel", kategorie="Die Unauffällige",
|
||||
gewicht_g=20, spannweite_cm=20, zug="teil",
|
||||
nahrung="Kleine Insekten, im Winter feine Sämereien",
|
||||
lebensraum="Hecken, Gebüsch, Gärten mit dichter Bepflanzung",
|
||||
stimme="Ein schnelles, gleichförmiges Zwitschern ohne erkennbare Melodie",
|
||||
text=(
|
||||
"Auf den ersten Blick ein Spatz, auf den zweiten deutlich feiner: schlanker "
|
||||
"Schnabel statt Kegelschnabel, grauer Kopf und graue Brust, brauner "
|
||||
"gestrichelter Rücken. Sie trippelt meist mausartig am Boden unter Büschen "
|
||||
"herum."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Hinter der grauen Fassade steckt das komplizierteste Liebesleben im Garten: "
|
||||
"Heckenbraunellen leben oft zu dritt oder in noch größeren Konstellationen, "
|
||||
"Weibchen mit mehreren Männchen und umgekehrt. Die Männchen füttern die "
|
||||
"Jungen anteilig danach, wie wahrscheinlich sie der Vater sind."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["haussperling", "zaunkoenig"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"moenchsgrasmuecke": Info(
|
||||
typ="grasmuecke", kategorie="Die Schwarzkappe",
|
||||
gewicht_g=18, spannweite_cm=22, zug="teil",
|
||||
nahrung="Insekten im Sommer, Beeren und Holunder im Herbst",
|
||||
lebensraum="Unterholz, Hecken, Gärten mit Sträuchern",
|
||||
stimme="Ein überschlagender, flötender Schluss nach leisem Geplauder",
|
||||
text=(
|
||||
"Grau, unauffällig — bis auf die Kappe. Männchen tragen sie schwarz, "
|
||||
"Weibchen rotbraun. Ein seltener Fall, in dem beide Geschlechter eindeutig "
|
||||
"und trotzdem gleich hübsch sind."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Ihr Zugverhalten ändert sich gerade vor unseren Augen. Ein wachsender Teil "
|
||||
"der mitteleuropäischen Population fliegt inzwischen nach Großbritannien "
|
||||
"statt nach Spanien — angelockt von Winterfütterung. Diese Vögel kommen im "
|
||||
"Frühjahr früher zurück und bekommen die besten Reviere. Evolution im "
|
||||
"Zeitraffer, ausgelöst durch Meisenknödel."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["zilpzalp", "heckenbraunelle"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"zilpzalp": Info(
|
||||
typ="grasmuecke", kategorie="Der sich selbst benennt",
|
||||
gewicht_g=9, spannweite_cm=18, zug="zug",
|
||||
nahrung="Kleinste Insekten und Larven aus dem Blattwerk",
|
||||
lebensraum="Wälder mit Unterholz, Gärten, Parks",
|
||||
stimme="Genau das, wonach er heißt: „zilp-zalp-zilp-zalp“, monoton und unverwechselbar",
|
||||
text=(
|
||||
"Ein winziger, olivgrüner Vogel ohne besondere Merkmale — mit bloßem Auge "
|
||||
"kaum vom Fitis zu unterscheiden. Ein Kennzeichen gibt es doch: dunkle Beine. "
|
||||
"Der Fitis hat helle."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Zum Glück muss man ihn nicht sehen. Sein Gesang ist so eindeutig, dass er "
|
||||
"seinen Namen daraus bekommen hat, und er ist im Frühjahr einer der ersten "
|
||||
"Rückkehrer. Wer im März das erste „zilp-zalp\“ hört, weiß: Der Winter ist "
|
||||
"vorbei."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["moenchsgrasmuecke"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"buntspecht": Info(
|
||||
typ="specht", kategorie="Der Trommler",
|
||||
gewicht_g=85, spannweite_cm=38, zug="stand",
|
||||
nahrung="Larven aus dem Holz, Samen aus Zapfen, im Winter Fettfutter",
|
||||
lebensraum="Alle Waldtypen, Parks, Gärten mit alten Bäumen",
|
||||
stimme="Ein scharfes „kick“, und im Frühjahr das schnelle Trommeln auf totem Holz",
|
||||
text=(
|
||||
"Schwarzweiß gemustert mit leuchtend rotem Unterschwanz. Das Männchen hat "
|
||||
"einen roten Nackenfleck, das Weibchen nicht, Jungvögel haben eine ganz rote "
|
||||
"Kappe."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Beim Trommeln schlägt er bis zu zwanzigmal pro Sekunde zu, mit einer "
|
||||
"Verzögerung, die dem 1000-fachen der Erdbeschleunigung entspricht. Sein "
|
||||
"Schädel funktioniert als Stoßdämpfer: schwammartiger Knochen an der Stirn, "
|
||||
"ein Zungenbein, das einmal um den ganzen Schädel läuft, und ein Gehirn, das "
|
||||
"so eng sitzt, dass es nicht schwingen kann. Getrommelt wird übrigens nicht "
|
||||
"zum Fressen, sondern zum Reden — es ist sein Reviergesang."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["gruenspecht", "kleiber"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"gruenspecht": Info(
|
||||
typ="specht", kategorie="Der Ameisenjäger",
|
||||
gewicht_g=180, spannweite_cm=45, zug="stand",
|
||||
nahrung="Fast ausschließlich Ameisen, Sommer wie Winter",
|
||||
lebensraum="Streuobstwiesen, Parks, Gärten mit kurzem Rasen",
|
||||
stimme="Ein lautes, gellendes Lachen — der „Yaffle“, weit über den Garten hörbar",
|
||||
text=(
|
||||
"Groß, grün, mit roter Kappe und schwarzer Gesichtsmaske. Beim Männchen hat "
|
||||
"der Bartstreif einen roten Kern, beim Weibchen ist er ganz schwarz."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Er verhält sich für einen Specht untypisch: Statt Holz zu hacken sitzt er "
|
||||
"meist auf dem Rasen und gräbt Ameisennester auf. Seine Zunge ist bis zu "
|
||||
"zehn Zentimeter lang, klebrig und mit Widerhaken besetzt. Im Winter schlägt "
|
||||
"er Tunnel in den Schnee, um an die Nester zu kommen — harte Frostperioden "
|
||||
"sind für ihn gefährlicher als für die meisten anderen Arten."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["buntspecht"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"elster": Info(
|
||||
typ="rabenvogel", kategorie="Die Selbsterkennerin",
|
||||
gewicht_g=220, spannweite_cm=55, zug="stand",
|
||||
nahrung="Allesfresser — Insekten, Aas, Abfall, Eier, Früchte",
|
||||
lebensraum="Siedlungen, offene Landschaft mit einzelnen Bäumen",
|
||||
stimme="Ein hartes, ratterndes „schackerack“",
|
||||
text=(
|
||||
"Schwarzweiß mit langem Schwanz, der im Sonnenlicht metallisch grün und "
|
||||
"violett schillert. Unverwechselbar."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Elstern bestehen den Spiegeltest: Man klebt ihnen einen farbigen Punkt an "
|
||||
"den Hals, den sie nur im Spiegel sehen können — und sie versuchen, ihn zu "
|
||||
"entfernen. Sie erkennen also sich selbst. Das schaffen sonst nur "
|
||||
"Menschenaffen, Delfine und Elefanten. Der Ruf als Eierdieb ist übrigens "
|
||||
"übertrieben: Untersuchungen zeigen, dass Elstern die Singvogelbestände nicht "
|
||||
"messbar drücken — das tun Lebensraumverlust und Hauskatzen."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["eichelhaeher", "dohle"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"eichelhaeher": Info(
|
||||
typ="rabenvogel", kategorie="Der Waldgärtner",
|
||||
gewicht_g=170, spannweite_cm=55, zug="stand",
|
||||
nahrung="Eicheln und Bucheckern, im Sommer Insekten und Eier",
|
||||
lebensraum="Laub- und Mischwälder, im Winter auch Gärten",
|
||||
stimme="Ein rauer, kreischender Schrei — die Alarmanlage des Waldes",
|
||||
text=(
|
||||
"Rosabraun mit schwarzweißem Kopf, weißem Bürzel und einem leuchtend "
|
||||
"blau-schwarz gebänderten Flügelfleck, der zu den schönsten Federn Europas "
|
||||
"gehört."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Im Herbst vergräbt ein einzelner Eichelhäher bis zu 5.000 Eicheln als "
|
||||
"Wintervorrat, jede an einer anderen Stelle. Die vergessenen keimen — er ist "
|
||||
"damit einer der wichtigsten Waldpflanzer überhaupt und trägt Eichen "
|
||||
"kilometerweit bergauf, wohin sie von selbst nie kämen. Außerdem ist er ein "
|
||||
"guter Imitator und ahmt Mäusebussarde nach."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["elster"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"dohle": Info(
|
||||
typ="rabenvogel", kategorie="Die mit den blauen Augen",
|
||||
gewicht_g=240, spannweite_cm=70, zug="stand",
|
||||
nahrung="Insekten, Samen, Abfälle — sehr anpassungsfähig",
|
||||
lebensraum="Kirchtürme, Ruinen, alte Bäume, Städte",
|
||||
stimme="Ein helles, kurzes „kja“ — daher der wissenschaftliche Name monedula",
|
||||
text=(
|
||||
"Der kleinste heimische Rabenvogel: schiefergrau mit schwarzer Kappe und "
|
||||
"silbergrauem Nacken. Das Auffälligste sind die Augen — hell eisblau, "
|
||||
"einmalig unter unseren Rabenvögeln."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Dohlen sind streng monogam und bleiben ein Leben lang zusammen, oft über "
|
||||
"zehn Jahre. Innerhalb der Kolonie gibt es eine feste Rangordnung, und ein "
|
||||
"Weibchen übernimmt beim Verpaaren automatisch den Rang seines Partners. "
|
||||
"Konrad Lorenz erforschte an Dohlen soziales Verhalten und beschrieb sie als "
|
||||
"die politischsten Vögel, die er kenne."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["rabenkraehe", "elster"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"rabenkraehe": Info(
|
||||
typ="rabenvogel", kategorie="Die Werkzeugmacherin",
|
||||
gewicht_g=520, spannweite_cm=98, zug="stand",
|
||||
nahrung="Wirklich alles — Aas, Insekten, Getreide, Abfall, Eier",
|
||||
lebensraum="Überall: Felder, Wälder, Städte, Parkplätze",
|
||||
stimme="Das bekannte raue „krah-krah-krah“, meist dreifach",
|
||||
text=(
|
||||
"Komplett schwarz, kräftiger Schnabel, im Flug an den gefingerten "
|
||||
"Flügelspitzen erkennbar. Nicht zu verwechseln mit der Saatkrähe, die einen "
|
||||
"hellen, unbefiederten Schnabelgrund hat."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Krähen gehören zu den intelligentesten Tieren überhaupt. Sie legen Nüsse auf "
|
||||
"Straßen, damit Autos sie knacken, und holen sie an Fußgängerampeln bei Rot "
|
||||
"ab. Sie erkennen einzelne Menschengesichter wieder, merken sich, wer ihnen "
|
||||
"übel wollte, und geben diese Information an andere Krähen weiter — auch an "
|
||||
"solche, die nie dabei waren."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["dohle", "kolkrabe"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"kolkrabe": Info(
|
||||
typ="rabenvogel", kategorie="Der größte Singvogel",
|
||||
gewicht_g=1200, spannweite_cm=125, zug="stand",
|
||||
nahrung="Aas, Kleinsäuger, Eier, Abfall",
|
||||
lebensraum="Wälder, Felsen, offene Landschaft — meidet Siedlungen eher",
|
||||
stimme="Ein tiefes, sonores „korrk“, ganz anders als das Krächzen der Krähe",
|
||||
text=(
|
||||
"Deutlich größer als eine Krähe, fast bussardgroß, mit keilförmigem Schwanz, "
|
||||
"einem massigen Schnabel und einem struppigen Kehlgefieder. Im Flug segelt "
|
||||
"und rollt er, was Krähen nicht tun."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Der größte Singvogel der Welt — Rabenvögel gehören trotz ihrer Größe zu den "
|
||||
"Singvögeln. Kolkraben lösen mehrstufige Aufgaben, die vierjährige Kinder "
|
||||
"überfordern, planen für die Zukunft und tauschen Gegenstände gegen bessere "
|
||||
"ein. In Deutschland war er im 19. Jahrhundert fast ausgerottet und hat sich "
|
||||
"erst in den letzten Jahrzehnten wieder ausgebreitet."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["rabenkraehe"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"ringeltaube": Info(
|
||||
typ="taube", kategorie="Die Größte ihrer Art",
|
||||
gewicht_g=500, spannweite_cm=76, zug="teil",
|
||||
nahrung="Sämereien, Getreide, Knospen, Eicheln",
|
||||
lebensraum="Wälder, Felder, zunehmend auch Stadtparks und Gärten",
|
||||
stimme="Ein dumpfes, fünfsilbiges „ruh-ruuh-ruh, ru-ruh“, oft im Sommer den ganzen Tag",
|
||||
text=(
|
||||
"Die größte heimische Taube. Graublau mit rosa Brust, einem weißen Fleck "
|
||||
"seitlich am Hals und im Flug auffälligen weißen Flügelbinden."
|
||||
"\n\n"
|
||||
"Der weiße Halsfleck — der „Ring\“ im Namen — fehlt Jungvögeln komplett und "
|
||||
"wächst erst im ersten Winter. Ringeltauben füttern ihre Jungen mit "
|
||||
"Kropfmilch, einem nährstoffreichen Sekret aus der Kropfwand. Beide "
|
||||
"Elternteile bilden sie, und das macht die Taube unabhängig von der "
|
||||
"Insektensaison: Sie brütet deshalb bis in den Oktober."
|
||||
),
|
||||
verwechslung=["tuerkentaube"],
|
||||
),
|
||||
|
||||
"tuerkentaube": Info(
|
||||
typ="taube", kategorie="Die Eroberin",
|
||||
gewicht_g=200, spannweite_cm=50, zug="stand",
|
||||
nahrung="Sämereien, Getreide, Brotreste",
|
||||
lebensraum="Dörfer, Stadtränder, Gärten mit Nadelbäumen",
|
||||
stimme="Ein monotones, dreisilbiges „du-duuu-du“, endlos wiederholt",
|
||||
text=(
|
||||
"Schlank, sandfarben-beige, mit einem schmalen schwarzen Halbring im Nacken. "
|
||||
"Deutlich kleiner und heller als die Ringeltaube."
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"\n\n"
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"Eine der schnellsten Arealausweitungen, die je dokumentiert wurde: 1930 war "
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"sie in Europa auf den Balkan beschränkt, 1945 erreichte sie Deutschland, "
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"1960 Großbritannien. In dreißig Jahren hat sie einen Kontinent besiedelt, "
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"ohne dass jemand sie ausgesetzt hätte. Warum sie plötzlich loszog, ist bis "
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"heute nicht abschließend geklärt."
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),
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verwechslung=["ringeltaube"],
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),
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"rauchschwalbe": Info(
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typ="schwalbe", kategorie="Die Glücksbringerin",
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||||
gewicht_g=19, spannweite_cm=33, zug="zug",
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||||
nahrung="Fluginsekten, ausschließlich in der Luft gefangen",
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||||
lebensraum="Ställe, Scheunen, offene Landschaft mit Vieh",
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||||
stimme="Ein zwitscherndes Geplauder, das mit einem schnarrenden Laut endet",
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text=(
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||||
"Metallisch blauschwarzer Rücken, rostrote Kehle und Stirn, tief gegabelter "
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||||
"Schwanz mit langen Spießen. Sie brütet innen — in Ställen und Scheunen, "
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||||
"nicht an der Außenwand."
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"\n\n"
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"Rauchschwalben tun fast alles im Flug: fressen, trinken, baden, sogar paaren. "
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"Die Länge der Schwanzspieße zeigt die Fitness an; Weibchen wählen Männchen "
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||||
"mit den längsten. Ihr Bestand hängt direkt an der Landwirtschaft — ohne "
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||||
"offene Ställe und ohne Insekten über den Weiden verschwindet sie, und "
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||||
"genau das passiert seit Jahrzehnten."
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),
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||||
verwechslung=["mehlschwalbe", "mauersegler"],
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),
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"mehlschwalbe": Info(
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||||
typ="schwalbe", kategorie="Die Lehmmaurerin",
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||||
gewicht_g=18, spannweite_cm=28, zug="zug",
|
||||
nahrung="Fluginsekten, meist in größerer Höhe als die Rauchschwalbe",
|
||||
lebensraum="Hauswände, Brücken, Kolonien an Gebäuden",
|
||||
stimme="Ein trockenes, schnarrendes Zwitschern",
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||||
text=(
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||||
"Blauschwarzer Rücken, komplett weiße Unterseite und ein auffälliger weißer "
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||||
"Bürzel, der sie im Flug sicher von der Rauchschwalbe trennt. Der Schwanz ist "
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||||
"nur leicht gegabelt, ohne Spieße."
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"\n\n"
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||||
"Ihr geschlossenes Nest unter dem Dachvorsprung besteht aus rund tausend "
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||||
"einzeln herangeflogenen Schlammkügelchen. Pfützen und offene Lehmstellen "
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||||
"sind deshalb ihre Lebensgrundlage — in versiegelten Neubaugebieten findet "
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||||
"sie schlicht kein Baumaterial mehr. Ihre Nester stehen ganzjährig unter "
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||||
"Schutz, auch wenn sie leer sind."
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),
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||||
verwechslung=["rauchschwalbe", "mauersegler"],
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||||
),
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||||
"mauersegler": Info(
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||||
typ="schwalbe", kategorie="Der Dauerflieger",
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||||
gewicht_g=42, spannweite_cm=42, zug="zug",
|
||||
nahrung="Luftplankton — kleine Insekten und Spinnen aus der Höhe",
|
||||
lebensraum="Hohe Gebäude, Nischen unter Dächern, Städte",
|
||||
stimme="Ein schrilles, langgezogenes „sriiih“, im Sommerabend über den Dächern",
|
||||
text=(
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||||
"Sichelförmige Flügel, kurzer gegabelter Schwanz, einheitlich dunkelbraun. "
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||||
"Trotz der Ähnlichkeit ist er keine Schwalbe, sondern gehört zu den Seglern — "
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||||
"seine nächsten Verwandten sind Kolibris."
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"\n\n"
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"Nach dem Ausfliegen bleibt ein junger Mauersegler bis zu zehn Monate "
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||||
"ununterbrochen in der Luft: Er frisst, trinkt, paart sich und schläft im "
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||||
"Flug, mit jeweils einer Gehirnhälfte. Erst zum ersten Brüten landet er "
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||||
"wieder. Seine Beine sind so verkümmert, dass er vom flachen Boden kaum "
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||||
"starten kann. Bei uns ist er nur rund 100 Tage im Jahr, Anfang Mai bis "
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||||
"Anfang August."
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),
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||||
verwechslung=["rauchschwalbe", "mehlschwalbe"],
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),
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"bachstelze": Info(
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||||
typ="stelze", kategorie="Die Wipperin",
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||||
gewicht_g=22, spannweite_cm=28, zug="teil",
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||||
nahrung="Insekten, die sie laufend vom Boden aufpickt",
|
||||
lebensraum="Offene Flächen, Ufer, Parkplätze, Hausdächer",
|
||||
stimme="Ein helles „ziwitt“, meist im wellenförmigen Flug",
|
||||
text=(
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||||
"Schwarzweiß mit langem Schwanz und grauem Rücken. Sie läuft trippelnd über "
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||||
"offene Flächen, statt zu hüpfen, und wippt dabei unablässig mit dem Schwanz."
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"\n\n"
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||||
"Warum sie wippt, ist bis heute nicht sicher geklärt. Die überzeugendste "
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||||
"Erklärung: Es signalisiert Fressfeinden „ich habe dich gesehen, ein Angriff "
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||||
"lohnt nicht“. Im Winter schlafen Bachstelzen gern gemeinsam an warmen "
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||||
"Orten — Gewächshäuser, Industrieanlagen, beleuchtete Innenstädte."
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),
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verwechslung=[],
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),
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||||
"goldammer": Info(
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typ="ammer", kategorie="Die mit dem Merksatz",
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gewicht_g=28, spannweite_cm=26, zug="stand",
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||||
nahrung="Sämereien, im Sommer Insekten",
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||||
lebensraum="Feldränder, Hecken, offene Landschaft mit Büschen",
|
||||
stimme="„zi-zi-zi-zi-zi-dääh“ — merkbar als „wie-wie-wie hab ich dich lieb“",
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||||
text=(
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||||
"Das Männchen hat einen leuchtend gelben Kopf und eine gelbe Brust, dazu "
|
||||
"einen rotbraunen Bürzel. Weibchen sind matter und stärker gestrichelt."
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||||
"\n\n"
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||||
"Sie singt von exponierten Warten aus, oft stundenlang bei größter "
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||||
"Mittagshitze, wenn sonst alles schweigt. Ihr Gesang endet mit einem "
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||||
"gedehnten Ton, der die Art unverwechselbar macht. Am Futterhaus ist sie "
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||||
"selten — sie frisst lieber am Boden darunter und braucht offene Felder in "
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||||
"der Nähe."
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),
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verwechslung=["gruenfink"],
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),
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"sperber": Info(
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typ="greifvogel", kategorie="Der Überraschungsjäger",
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||||
gewicht_g=200, spannweite_cm=65, zug="teil",
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||||
nahrung="Kleinvögel, im Flug erbeutet",
|
||||
lebensraum="Wälder, Gärten, Siedlungen — jagt gezielt an Futterstellen",
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||||
stimme="Ein schnelles „kew-kew-kew“, meist nur in der Brutzeit",
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||||
text=(
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||||
"Kurze, breite Flügel und ein langer Schwanz — gebaut, um zwischen Ästen zu "
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||||
"wenden, nicht um schnell geradeaus zu fliegen. Männchen sind mit 150 Gramm "
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||||
"deutlich kleiner als Weibchen mit bis zu 300 Gramm, ein extremer Unterschied "
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||||
"selbst für Greifvögel."
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"\n\n"
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||||
"Wenn am Futterhaus schlagartig alle Vögel weg sind und es minutenlang still "
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||||
"bleibt, war meist ein Sperber da. Er jagt aus der Deckung, nutzt Hecken und "
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||||
"Hausecken als Sichtschutz und ist erst im letzten Moment zu sehen. Das ist "
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||||
"kein Grund, die Fütterung einzustellen — er gehört dazu, und ein Futterhaus "
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||||
"mit Deckung in der Nähe gibt den Kleinen eine faire Chance."
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),
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verwechslung=["turmfalke", "maeusebussard"],
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),
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||||
"turmfalke": Info(
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||||
typ="greifvogel", kategorie="Der Rüttler",
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||||
gewicht_g=200, spannweite_cm=76, zug="stand",
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||||
nahrung="Mäuse, dazu Großinsekten und kleine Vögel",
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||||
lebensraum="Offene Landschaft, Kirchtürme, Hochhäuser, Autobahnränder",
|
||||
stimme="Ein schnelles, schrilles „ki-ki-ki-ki“",
|
||||
text=(
|
||||
"Rostbrauner Rücken mit dunklen Flecken, spitze Flügel, langer Schwanz. Das "
|
||||
"Männchen hat einen grauen Kopf und einen grauen Schwanz mit schwarzer "
|
||||
"Endbinde, das Weibchen ist durchgehend braun gebändert."
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"\n\n"
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||||
"Sein Rüttelflug ist unverwechselbar: Er steht auf der Stelle in der Luft, "
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||||
"den Kopf absolut ruhig, während der Körper arbeitet. Was er dabei sucht, "
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||||
"können wir nicht sehen — Mäuseurin reflektiert UV-Licht, und Turmfalken "
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||||
"sehen UV. Für sie sind die Wechsel der Mäuse leuchtende Spuren im Gras."
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||||
),
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||||
verwechslung=["sperber", "maeusebussard"],
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||||
),
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||||
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||||
"maeusebussard": Info(
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||||
typ="greifvogel", kategorie="Der Häufigste am Himmel",
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||||
gewicht_g=900, spannweite_cm=125, zug="stand",
|
||||
nahrung="Mäuse, Regenwürmer, Aas — oft am Straßenrand",
|
||||
lebensraum="Feldgehölze, Waldränder, überall in der Kulturlandschaft",
|
||||
stimme="Ein miauendes „hiäh“, das oft für einen Rotmilan gehalten wird",
|
||||
text=(
|
||||
"Breite Flügel, kurzer runder Schwanz, in der Färbung extrem variabel — von "
|
||||
"fast weiß bis fast schwarz. Kreisend über dem Feld mit leicht V-förmig "
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||||
"angehobenen Flügeln ist er der häufigste Greifvogel Deutschlands."
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"\n\n"
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||||
"Im Vogelhaus sitzt er natürlich nie. Wenn ihn die Kamera erwischt, dann "
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||||
"beim Überflug oder auf einem Zaunpfahl in der Nähe. Genau deshalb steht er "
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||||
"in dieser Sammlung weit oben: nicht weil er selten ist, sondern weil er "
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||||
"selten vor diese Linse gerät."
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),
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||||
verwechslung=["sperber", "turmfalke"],
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||||
),
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||||
"steinkauz": Info(
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||||
typ="eule", kategorie="Der Vogel der Athene",
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||||
gewicht_g=180, spannweite_cm=56, zug="stand",
|
||||
nahrung="Mäuse, Käfer, Regenwürmer",
|
||||
lebensraum="Streuobstwiesen, Kopfweiden, alte Scheunen",
|
||||
stimme="Ein klagendes, aufsteigendes „guhk“, nachts weit hörbar",
|
||||
text=(
|
||||
"Klein, gedrungen, mit flachem Kopf und leuchtend gelben Augen unter "
|
||||
"auffälligen weißen Überaugenstreifen, die ihm einen strengen Blick geben. "
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||||
"Nur gut zwanzig Zentimeter groß."
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"\n\n"
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||||
"Er war der heilige Vogel der Athene und ist deshalb bis heute auf der "
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||||
"griechischen Ein-Euro-Münze zu sehen — „Eulen nach Athen tragen\“ geht auf "
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||||
"ihn zurück. Anders als die meisten Eulen ist er oft auch tagsüber aktiv. In "
|
||||
"Deutschland ist er stark gefährdet, weil ihm Streuobstwiesen und alte "
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||||
"Kopfweiden fehlen. Vor der Kamera ist er der größte denkbare Fang."
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||||
),
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verwechslung=[],
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),
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}
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# fmt: on
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