Christians eigene Aufnahme, entstanden beim Dreh des Videos. Damit haengt am Repo kein fremdes Produktmaterial mehr und es laesst sich ohne Vorbehalt weitergeben. Breite von 360 auf 520, das Foto traegt mehr Bild als der Render. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
5.8 KiB
Proxi AI
Einen Spielzeug-Roboter mit natürlicher Sprache steuern. Ein Kind sagt „lass ihn tanzen" — eine KI macht daraus Befehle, der Roboter tanzt.
Der KOSMOS Proxi ist ein Bausatz-Roboter mit einem BBC micro:bit als Kopf. Ab Werk programmiert man ihn mit Blöcken im Browser und spielt das Ergebnis per USB auf.
Dieses Projekt ersetzt das durch eine Firmware, die einmal geflasht wird und
danach über Bluetooth auf Textbefehle hört. Was die Befehle schickt, ist ihr
egal — ein Skript, ein curl, oder eben ein KI-Agent, der aus „mach mal was
Lustiges" eine Choreografie baut.
„Proxi, freu dich!"
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KI-Agent ──HTTP──▶ Brücke (Python) ──Bluetooth LE──▶ Proxi
Raspberry Pi
In drei Schritten
# 1. Firmware aufspielen: firmware/proxi-ai.hex auf das MICROBIT-Laufwerk kopieren
# 2. Brücke starten (irgendein Rechner mit Bluetooth)
pip install bleak
python3 bridge/proxi_bridge.py --serve 8080
# 3. Proxi etwas sagen lassen
curl -X POST localhost:8080/command \
-H 'Content-Type: application/json' \
-d '{"command":"DANCE:3"}'
⚠️ Die Brücke hat keine Authentifizierung — wer sie erreicht, fährt den Roboter. Im Heimnetz ist das gewollt und unproblematisch; gib den Port aber nicht nach außen frei. Details in docs/SETUP.md.
Ausführlich: docs/SETUP.md
Was Proxi kann
| 🚶 Laufen | MOVE:FWD:1200 · TURN:LEFT:700 — vor, zurück, drehen, Kurven |
| 💃 Tanzen | DANCE:3 · STAMP:2 · SHAKE:2 — oder eigene Choreografien |
| 😀 Gesichter | FACE:HAPPY · FACE:RAW:0:10:0:17:14 — 34 Symbole oder eigene Pixelbilder |
| 🎵 Musik | MELODY:NYAN · TONE:880:200 — 20 Melodien oder Ton für Ton komponiert |
| 📝 Text | TEXT:Hallo Ben — läuft über das LED-Display |
| 👀 Sehen | SENSOR:ALL — Infrarot links und rechts, erkennt Hindernisse |
| 🛑 Not-Stopp | STOP — wirkt auch mitten in einer Bewegung. Taste A am Roboter immer |
Vollständig: docs/PROTOCOL.md
Warum das interessant ist
Die Bausteine sind fest, das Gebaute nicht. Eine KI kann keine neuen
Grundbefehle erfinden — aber aus FACE:RAW jedes denkbare Gesicht malen, aus
TONE eigene Melodien komponieren und aus MOVE/TURN Choreografien bauen,
die niemand vorgegeben hat. agent/proxi-control.md
ist der fertige Skill dafür.
Die Pin-Belegung stand nirgends. Kosmos dokumentiert sie nicht. Sie steckte
in den mitgelieferten .hex-Dateien — MakeCode hängt jedes Projekt komprimiert
an die kompilierte Firmware an. tools/hex_source.py
holt sie wieder heraus und funktioniert mit jeder micro:bit-.hex, nicht nur
mit denen von Proxi.
Zwei Fallstricke, die je einen Abend gekostet haben. Die Frequenz für
music.playTone() muss ganzzahlig sein — als Kommazahl kracht der Lautsprecher,
der Aufruf hängt und die Bluetooth-Verbindung stirbt. Und der Ton muss
ausdrücklich auf Pin P0 gelegt werden, sonst läuft er über den Audio-Mixer
des micro:bit V2 und lässt den Funk nicht mehr zum Zug kommen. Beides steht mit
Messwerten in docs/HARDWARE.md.
Aufbau
firmware/ |
MakeCode-Projekt (TypeScript) und fertige .hex für V1 und V2 |
bridge/ |
Bluetooth-Brücke und HTTP-API — nur bleak als Abhängigkeit |
agent/ |
Skill-Definition: Alltagssprache → Befehle |
tools/ |
Quelltext aus .hex extrahieren, Musik-Tabellen prüfen |
docs/ |
Protokoll, Einrichtung, Hardware, Lizenzen |
Stand
Am echten Roboter durchgetestet: Verbindung, Sensoren, Display, 41 Sekunden Musik am Stück, alle Bewegungsrichtungen, Musik und Fahren gleichzeitig, Tanzfiguren, Not-Stopp mitten in der Bewegung, Autostart nach Neustart.
Lizenz
MIT — siehe LICENSE. Die Hardware-Extension und die Notendaten stammen aus fremden MIT-Projekten, ihre Vermerke stehen in THIRD-PARTY-NOTICES.
Wer das gebaut hat
Ich bin Christian Gärtner, selbstständiger KI-Dozent und Berater. Ich zeige Unternehmen und Teams, wie künstliche Intelligenz im Alltag tatsächlich funktioniert — ohne Buzzword-Bingo, dafür an echten Projekten.
Dieses hier ist eins davon, und es zeigt ziemlich genau, was ich meine: Ein KI-Agent steuert keine Tabellen, sondern einen Roboter, der im Kinderzimmer herumläuft. Die Bausteine sind fest, was daraus gebaut wird nicht — dieselbe Frage stellt sich in jedem Unternehmen, das überlegt, wo KI bei ihm konkret etwas beiträgt. Und die Fallstricke stehen hier dokumentiert statt versteckt, weil das der Teil ist, an dem Projekte in der Praxis hängenbleiben.
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